Samstag, 28. November 2009

Philly

Wenn wir schon in einem suburb von Philadelphia (im amerkanischen Slang auch Philly oder Phila) übernachten, dann ist ja schon vorprogrammiert, dass wir ein bisschen Sightseeing machen.
Für alle die es nicht wissen, der Film "Das Vermächtnis der Tempelritter" mit Nicholas Cage, spielt zum Teil in Philadelphia ;-)
Philadelphia ist eine sehr historische Stadt. Den ersten Stop haben wir natürlich (und so wie es sich für einen richtigen Touristen gehört) im Visitor Center gemacht, haha. Da hat man auch schon mal die ersten Informationen zu Philly und dem historischen Kontext bekommen.
Nachdem ich mich erst einmal im gift shop mit den üblichen Souvenirs eingedeckt habe, sind wir zur Liberty Bell gelaufen. Nach einer Taschenkontrolle, die malwieder total unnötig war weil der Sicheheitsbeamte nicht wirklich reingeschaut hat, haben wir uns in die Menge gestürzt. Zur Erinnerung: es ist ein Tag nach Thanksgiving und die Leute müssen einfach irgendwas machen und leider haben sich viele für eine Tour durch Historic Philadelphia entschieden. Es war schon eine Herausforderung, an die Liberty Bell ranzukommen. Ursprünglich hing sie im Turm der Independece Hall und wurde geläutet, als am 8. Juli 1776 die Unabhängigkeitserklärung zum ersten Mal auf dem Independce Square der Öffentlichkeit vorgelesen wurde. Was ist denn aber nur das Besondere an der Glocke fragt ihr euch sicherlich? Es ist ein Riss, dessen Ursprung noch nicht zu 100% geklärt wurde. Hier einfach mal ein paar Bilder:
(im zweiten Bild ist am linken Rand der Glocke der längliche Riss zu erkennen, der sich bis fast an die Spitze der Glocke durchzieht)
Nicholas Cage läutet glaube ich im Film die Glocke oder macht irgendetwas Anderes mit ihr ;-) Aber sie kommt definitiv im Film vor!!

Im Visitor Center hatten wir uns kostenlose Tickets für die Independence Hall geholt und sind nach dem Besuch bei der Liberty Bell zur Independence Hall gelaufen. Wir hatten mal wieder Glück mit dem Tourguide - sie war einfach toll und hat die Geschichte des Hauses einfach super rübergebracht! Der Name des Hauses verratet eigentlich schon, was genau dort passiert ist. Im Jahr 1776 wurde dort die Unabhängigkeitserklärung unterschrieben....a pretty important location in American history as you can see ;-)
Diese blaue Stufen kommen auch im Nicholas Cage Film vor ;-)
Wir sind dann noch kurz zu Benjamin Franklins Grab gelaufen, aber das war ehrlich gesagt nicht so spektakulär. Einfach eine Steinplatte auf dem Boden mit den Namen eingraviert. Die Infotafeln über ihn waren dafür interessanter^^
Philly ist wirklich eine sehr schöne Stadt. Wir hatten nur ein paar Stunden Zeit, um die wichtigsten Dinge anzuschauen, aber das hat mein Verlangen nach mehr geweckt!!! Ich will unbedingt noch einmal nach Philly und mehr über die amerikanische Geschichte erleben und sehen! Es loht sich wirklich ;-)

Liebe Grüße aus Philadelphia/Phila/Philly
Jessy

PS: Diesen unglablich hässlichen Weihnachstbaum habe ich in einem shopping center entdeckt....absolut unschön!

Thanksgiving Day

Am Mittwoch Nachmittag bin ich nach Washington DC zu meinen Verwandten geflogen. Sie wohnen in Fairfax, VA was ca. 15 Minuten vom International Airport entfernt ist. Geflogen bin ich mit meiner "Lieblingsairline" Southwest. Bei meinem ersten Flug wurde ja mein Koffer zerstört und beim zweiten Flug bestand die Crew nur aus männlichen Flugbegleitern, die meiner Meinung nach etwas unhöflich waren. Aber Southwest ist nunmal die billigste Airline. Dieses Mal ist Folgendes passiert:
1) Die Flugbegleiterinnen fanden sich besonders lustig. Ich zitiere: "When you see smoke that means we have a problem. But you don't have to scream or panic, just put on the oxygen mask and start breathing normally" oder das hier "If you are travelling with small children today, we are sorry for you. I know they can be a pain in the ass sometimes." Äh, ok........öfter mal etwas Neues. So eine Einweisung in die Sicherheitsbestimmungen habe ich auch noch nie bekommen.
2) Der zweite Vorfall war dieser: Eine Flugbegleiterin macht eine Durchsage und fragt, ob ein Doktor an Bord ist. Und ungelogen stehen plötzlich 9 (!!) Leute auf und kommen nach hinten ins Flugzeug gelaufen (ich saß in der letzten Reihe). Eine Frau hatte leichte Atemprobleme, aber hat den Flug dann doch gut überstanden. Aber 9 Ärzte an Bord?? Da muss sicher ein Ärztekongress in Washington DC stattgefunden haben, sonst waren das doch nicht so viele gewesen. Na ja, die Frau wurde dann von einem Anästhesisten, einem Kardiologen und einem Neurologen versorgt (also falls mir jemals was im Flugzeug passieren sollte *klopf-klopf-klopf*, dann möchte ich auch so eine Betreuung).
So viel zum Flug........

Wie schon der Blogtitel verrät, war am Donnerstag ein besonderer Tag: Thanksgiving. Die Amerikaner feiern Thanksgiving, um an die Pioniere zu erinnern, die mit der Hilfe von den Indianern eine gute Ernte hatten und somit den Winter überlebt hatten.
Ich bin mit Barbara (Schwester meiner Patentante Suzanne und gleichzeitig meine Cousine um viele Ecken) zu den Verwandten ihrer Mutter gefahren (ich bin mit dem Vater von Barbara und Suzanne verwandt.....falls ihr jetzt verwundert seid, keine Sorge, war ich am Anfang auch). Diese Verwandten wohnen bei Philadelphai in Pennsylvania, was von Fairfax aus eine 3 Stunden Fahrt ist. WIr sind um ca. 14 Uhr angekommen und dann war erst einmal große Begrüßung, da ich ja absolut keinen kannte - außer Barbara, Suzanne (meine Patentante) und ihre 2 Kids Elizabeth und Maggie und ihren Mann Michaux. Wir haben dann erste einmal 3 Stundenlang geplaudert und dann gabs Essen...............jaaaaaaa, das Essen.........wo fange ich da an?!
(Info an Silke: das Essen war die das Weihnachtsessen 2006. Ich glaube, du weißt was damit gemeint ist!!).
Es gab natürlich Turkey und zusätzlich ganz viel stuffing in verschiedenen Varianten.
Mit Innereien, ohne Innereien, mit Gemüse ohne Gemüse. Leider hat mir das überhaupt nicht geschmeckt, aber ich war darauf schon innerlich vorbereitet. Ich war ja an Weihnachten 2006 bei meiner Patentante in Richmond, VA und dort war das Weihnachtsessen auch total gewöhnungsbedürftig und hat den deutschen Geschmack nicht wirklich getroffen. Eine Variante Stuffing hatte Ananas enthalten und genau das Gleiche haben wir jetzt wieder gegessen. Nee, ich bin einfach der Meinung, dass süße Sachen als Dessert gegessen werden sollten und nicht für die Hauptspeise. Aber da ich ein höflicher Mensch bin, habe ich meinen Teller leer gegessen ;-) Das Dessert war dafür absolutely delicious!! Lemon Lush (Info an Mama: Arlene hat das/den/die Lemon Lush gemacht. Sie hat dir damals das Rezept dafür gegeben).
(Elizabeth und ich)
(Elizabeth und Maggie)
(lots of stuffing eben und mash potatoes und ein süßes Gebäck-Brot-Dingens)
(da wir so viele Leute waren, haben wir Plätze zugewiesen bekommen. Die Gastgeber haben sich wirklich übertroffen)
(Herbstdeko)

Nach dem Abendessen war dann Spieleabend. Wir haben Pictionary, Trivial Pursuit und Outburst gespielt. Es waren auch echt alle superfreundlich und haben mich mit offenen Armen empfangen. Es waren ca. 30 Leute da und ich kann mich glücklich schätzen, ein echtes amerikanisches Thanksgiving Fest miterlebt zu haben (dass eine Frau etwas ablehnend gegenüber mir war, ist mir jetzt einfach mal egal. Wenn sie Probleme damit hat, dass ich eben nicht alle Vokablen der englischen Sprache kann, dann tut sie mir leid. Und außerdem ist mein Englisch 1000 Mal besser als ihr Deutsch).

Liebe Grüße aus Philadelphia,
Jessy

PS: Ab jetzt bin ich auch offiziell in WEIHNACHTSTIMMUNG!!!!! Thanksgiving ist vorbei und ich werde nun zu meinen Liebslingsradiosender hören. --> Klick hier um auch einmal reinzuhören...enjoy ;-)

Mittwoch, 25. November 2009

About Beer, Friends and a Big City

ICH HATTE DAS BESTE WOCHENENDE SEIT ICH HIER BIN!!!!! Und wem habe ich das zu verdanken? Caro und ein paar ehemaligen IWU Studenten......aber erst einmal von vorne.

Wie ihr ja sicher wisst, habe ich von Juli 2008 bis Juli 2009 als Studentische Hilfskraft unter Anderem bei der Internationalen Sommeruniversität (ISU) und Winteruniversität (IWU) in Kassel gearbeitet. Dabei habe ich vor allem bei der IWU 2009 viele Studenten aus Milwaukee kennengelernt, die mich schon vor einem Jahr nach Milwaukee eingeladen haben. Und da Caro an der University of Wisconsin Milwaukee (UWM) studiert, hat sich der längst überfällige Ausflug am Wochenende nun endgültig realisieren lassen und ich hatte die Gelegenheit, ein ganzes Wochenende in einer Großstadt zu verbringen, wohoo!!!

Freitag, 20.11.09
Um 11 Uhr hat mich Chris, ein ehemaliger IWU Student, der ab dem fall semester 2010 an der UW Parkside seinen Master in Business machen möchte, abgeholt. Ich wäre ja auch mit dem Bus gefahren, aber er hat darauf bestanden - Zitate Chris: "I believe it is called hospitality" ... wirklich nett!!! Wir sind dann nicht den Highway nach Milwaukee gefahren sondern eine Straße näher am See. War ganz schön die Gegend ein bisschen genauer zu sehen. Ja, und nach vielen Feldern und Farmen, hat sich dann das Bild verändert und ich hab endlich mal wieder ein paar Häuser gesehen :D

Wir sind dann direkt zum German Restaurant Mader's gefahren, da wir dort um 12.15 Uhr mit anderen ehemaligen IWU Studis verabredet waren. Leider hatte nicht jeder Zeit, so dass wir nur eine kleine Truppe waren. Es war echt mega toll, alle wiederzusehen!!! Mein Wiener Schnitzel war ganz ok, das Rotkraut zum Kotzen (sorry, aber so etwas Ekeliges hab ich noch nie gegessen) und die Späzle hatten eine komische Form^^ Aber toll war es trotzdem. Hier ein Bild von der Lunch Truppe. Leider hat der Fotograf das Bild verwackelt :-(
(v.l.n.r.: Tedd, Rex, Omar, Stevie, ich, Jason, Chris)

Nach dem Mittagessen sind Chris und ich zur Miller Brewery gefahren und haben dort Caro und andere deutsche Austauschstudenten getroffen. Vor der Tour natürlich erst ein Fotoshooting mit einer Bierflasche:
Und dann hat auch schon die Tour angefangen. Es war auch echt interessant - leider kann mich aber nicht wirklich an viele Details erinnern....nur daran, dass pro Minute 2000 Dosen pro Minute gefüllt werden. Das nächste Mal nehme ich ein Notizbuch mit und schreibe mir alles auf *hust* Hier ein paar Bilder der Brauerei:
Nach der Tour hat dann endlich der tollste Teil angefangen: wir haben free beer samples bekommen und konnten auch gleichzeitig umsonst Postkarten schreiben, die dann von Miller verschickt werden. Zuerst gab es die Marke "Miller light", schmeckt auch ganz gut. Danach
gabs "Miller High Life", schmeckt nach überhaupt gar nichts und erinnert mich an den Witz: what is the difference between American Beer and sex in a boat? Nothing, both is fucking close to water. Na ja, in der dritten Runde gabs irgendein Bier von Leinekugels, ws meiner Meinung nach überhaupt nicht geschmeckt hat...getrunken hab ich es aber trotzdem, haha. Hier ein paar Bilder der Verköstigung:
Nach dem Ausflug ins Miller Valley haben wir uns von Caros Freunden verabschiedet und sind dann mit Chris zusammen ins Miller Stadion gefahren. War ja schon dunkel und wirklich viel haben wir nicht gesehen, aber war trotzdem schön! Danach sind wir zur Bayshore Mall gefahren und haben den Weihnachtsbaum bestaunt. Ich weigere mich ja aber trotzdem noch, richtig in Weihnachtsstimmung zu kommen, da ja noch nicht einmal Thanksgiving vorbei ist. Bilder haben wir aber trotzdem gemacht, haha.
Und weiter gehts im Programm. Milwaukee ist ja für den deutschen Einfluss bekannt, und was ist typisch deutsch? Richtig, Bier :-) Milwaukee ist - soweit ich mich erinnern kann - auch die Bierhauptstadt und deswegen haben wir Abends gleich noch eine Brauerei Tour gemacht, dieses Mal bei der Lakefront Brewery. Diese Tour war zwar nicht so aufwendig (oder aufwändig? äh, Rechtschreibung....) gestaltet wie bei Miller, aber man bekommt schon während der Tour free beer samples und unser Tourguide Mike war auch einfach nur cool!!
Mike war übrigens mal an der Sportschule in KARLSRUHE ;-) Das Bild rechts unten zeigt übrigens meine Hand mit dem tollen grünen Bändchen. Das Bändchen ist praktisch der Beweis, dass man über 21 ist und auch wirklich trinken darf. Sehr modisch!
Und da ich von Mike so begeistert bin, gibt es hier ein Video von ihm:
Nach der Lakefront Tour sind wir dann Richtung Downtown Milwaukee in die Bar Louie und haben dort Mitch, auch ein ehemaliger IWU Student, getroffen. Als wir gekommen sind gab es gerade noch free Wodka und ja, äh, deswegen gibts auch von dem Abstecher in die Bar und anschließend in den Irish Pub nur ein Foto:
Wir sind dann kurz nach Mitternacht von Chris zu Caros Dorm gefahren worden. Dort wurde ich dann eingecheckt und habe eine tolle guest card bekommen. Als Gast darf ich zum Beispiel nie ohne meinen Gastgeber in die Dorms. Ist total anders als in Parkside. Hier man man den Gast erst anmelden, wenn er länger als 3 Nächte bleibt. Na ja, auf dem Land ist es eben anders als in der Großstadt :-)

Samstag, 21.11.2009
Am Samstag stand der monatliche Ausflug vom Global Village auf dem Plan. Ziel: Public Museum in Milwaukee. Ich habe mich dann ganz alleine von Caros Dorm zum Public Museum aufgemacht und dank der wirklich netten Busfahrerin auch die richtige Haltestelle gefunden. Zum Glück musste ich nicht so lange auf die Anderen warte und wir konnten gleich unsere Tickets, plus tollem gelben Armband abholen...hm, hatten wir das gleiche nicht gestern noch in grün? Die Amis stehen wohl auf diese Dinger. Hier ein Teil des Global Villages:
(vlnr: Alex, Karina, X, Florine, ich, Victoria aka the devil)
Das Museum ist so ähnlich wie ein Naturkundemuseum. Ein paar Dinosaurierskelette, eklige Insektenkäfige, Nachbauten der verschiedenen Klimazonen, etc. Das witzige war eigentlich der Snake Button. Das ist ein Insider-Geheimnis und ich werde jetzt nicht verraten, was passiert wenn man ihn drückt. Ich habe ih jedenfalls gedrückt und kann mit Stolz behaupten: I pushed the snake button ;-) Hier ein paar Bilder vom Museum, dem IMAX Film über Afrika und Videos, die ich verbotenerweise vom IMAX Film gemacht habe, hehe:
Und hier noch ein paar Bilder vom den verschiedenen Abteilungen: Schmetterlinghaus, Insektenkäfige, European Village, Klimazonen,...
Nach dem Museum bin ich zurück zu Caro gefahren und wir haben erst einmal einen Spaziergang zum Strand gemacht. Hat echt Spaß gemacht, mal wieder durch eine richtige Stadt zu laufen und auch das Busfahren war toll. Eine Unabhängigkeit, die ich schon seit langem vermisse!
Der See sieht wirklich aus wie das Meer. Irgendjemand meinte, dass es 80 Meilen von der einen zur anderen Seite sind...da schwimmt man eine Weile :-)
Wir sind dann noch zu Wholefoods Supermarkt gegangen. Oh man ist es schön dort!! Super leckere Sachen! Abends hat Caro dann ganz lecker Spaghetti mit Tomaten-Pilz-Soße gekocht und einen Tomaten-Mozzarella Salat gabs auch noch dazu....absolut lecker (danke Caro fürs kochen!!!). War auch mal schön, wieder in der "eigenen" Wohnung zu essen und nicht immer in die Mensa zu müssen.
Am Abend waren wir dann wieder mit ein paar IWU Studenten (Jason, Mitch und Joe) in der German Beer Hall verabredet.
Joe, unten rechts mit mir auf dem Bild, ist RA im south tower der UWM Dorms und darf eigentlich nicht mit den residents trinken gehen. Caro wohnt aber im east tower, also geht das hoffentlich in Ordnung ;-) Er hat uns auf absolut kranke Geschichten von den amerikanischen Teenies erzählt. Letztes Jahr sind 3 Studenten gestorben, da sie bei einer pharm party einen Mix aus verschiedenen verschreibungspflichtigen Medikamenten eingenommen haben. Einfach nur bescheuert!!!! Die Studenten treffen sich und mixen ihre Medikamente in einer Bowle und trinken das dann.....wie krank kann man eigentlich sein?!?!
Der Abend war echt super und ich kann es nur nochmal wiederholen, die Jungs sind so nett und haben mir das Wochenende wirklich zu einem der Besten hier in den USA gemacht!!

Sonntag, 22.11.2009
Jaaaa, also am Sonntag bin ich mit Caro ins Art Museum. Eigentlich finde ich Bilder anschauen eher langweilig (ja, ich bin ein Kulturbanause), aber ich habe meinen Schweinehund überwunden und bin mit Caro dorthin. Das Gebäude ist neu und soll ein Schiff mit Segeln (oder Flügen??) widerspiegeln.

Und hier ein paar Beispiele der Ausstellungsstücke. Es ist zur Zeit eine Ausstellung über die letzten Jahre von Andy Warhol.

Zum Mittagessen waren wir dann mit ein paar ehemaligen Studenten der ISU 2009 verabredet. Wir haben zusammen mit Bonnie, ihrem Mann, ihrer Tochter Amanda und Hiromi (kommt ursprünglich aus Japan, studiert in Virginia und besucht Amanda) im Restaurant des Art Museums gegessen. Sehr lecker und sehr nette Unterhaltung!

Danach sind wir - wie es sich für einen richtigen Sonntag Nachmittag gehört - noch bei TJ Maxx einkaufen gegangen :-) Da die meisten der IWU Jungs für Klausuren am nächsten Tag lernen mussten, haben wir den Abend im Kino ausklingen lassen und haben uns den neuen George Clooney Film "Men who stare at Goats" angesehen....ja, äh, irgendwie sinnfrei der Film, aber hey, George Clooney war HOT wie immer!!!
Und dann war mein Wochenende auch schon vorbei und Chris hat mich am Montag Morgen wieder nach Parkside gefahren.

Zusammenfassend kann ich nur sagen, dass Milwaukee eine tolle Stadt ist!! Wer das wirklich Studentenleben erleben will, der solte sich eine große UNi, wie z.B. Milwaukee oder Madison aussuchen. In Parkside passiert eben nicht viel......
Der Dorm der UWM ist so, wie man sich das vorstellt. Groß. laut, belebt und es ist einfach amerikanischer und studentischer. Macht jetzt vielleicht für euch keinen Sinn, aber da ich beide Situationen nun vergleichen kann (Studium in einer Stadt un an einer kleinen Uni) kann ich das Studium in einer größeren Stadt nur empfehlen, vor allem, wenn man das erste Mal in den USA ist. Parkside ist eine gute Uni und die Größe finde ich persönlich sehr angenehm, aber die Lage ist eben doch eine Herausforderung.

Nochmal danke an Caro und die IWU Jungs für ein tolles Wochenende. Ich freue mich schon darauf, wenn ich kurz vor meiner Abreise nochmal hochfahren kann, um dann richtig Abschied zu nehmen.

Liebe Grüße aus Kenosha
Jessy

Freitag, 20. November 2009

American History and Politics

Jeden Dienstag und Donnerstag habe ich den Kurs "American History - From Reconstruction to Recent Times." Wir behandeln also die Zeit nach dem amerikanischen Bürgerkrieg bis zu den 1970ern. Ich finde Geschichte schon interessant, aber Geschichtsvorlesungen sind einfach nicht mein Ding! Hier in den USA ist das aber natürlich anders (natürlich ist in den USA eh alles viel anders und viel besser, ha!). Mein Geschichtskurs ist echt cool (ok, fragt mich das nach dem Rollenspiel am 10. Dezember nochmal, wenn ich mit meinem Hippie-Kostüm über den Campus laufen muss). Mein Gefallen an dem Kurs liegt wahrscheinlich auch an Ed Schmitt, unserem Professor. Er ist sooooo nett und cool :-) So sollten alle Professoren sein!!! Ich war gestern in seinem Büro wegen meiner letzten Klausur und er wollte auch mit mir reden und einfach wissen, wie es mir hier so gefällt. Wirklich ein netter Mensch! Ok, aber das wollte ich eigentlich auch nur am Rande erwähnen. WIe schon oben gesagt, hatte ich heute wieder diesen Kurs und wir haben über das American state department in den 1950ern gesprochen. Er wollte von uns wissen, was die Hauptaufgabe des state departments war. Ich muss ja zugeben, dass ich mich nicht in allen Kleinigkeiten im amerikanischen Politiksystem auskenne, aber die wichtigsten Fakten habe ich drauf. Leider kann das eine Studentin nicht von sich behaupten. Hier einmal der Dialog, wie er ungefähr abgelaufen ist heute morgen:

Ed (mein Prof): Who can tell me what the state department was doing back then?
...alle schauen weg...
Ed: Ok, I give you a hint. What is Hilary Clinton doing right now?
(kurze Anmerkung: für mich war nach diesem Satz sofort klar, für was das state department zuständig ist).
Ed: Laura, can you tell me that?
Laura: Oh no, I don't know.
Ed: I am sure you know. When Hilary Clinton is doing her job, is she spending time in our country?
Laura: um....yes, I guess so...
Ed: hm...actually no (er wendet langsam den Blick von Laura und spricht wieder zur gesamten Klasse). She is the Secretary of State, that means she is gone most of the time. So the state department in 1950s was more or less the department of foreign affairs.

Wooooooooow, wieder was dazugelernt heute, liebe Laura ;-) Ok, das war gemein. Aber mal im Ernst: wie oft waren Hilary Clinton und Obama letztes Jahr in Deutschland im Fernsehen zu sehen? Unzählige Male.....also muss es in den USA ja noch viel schlimmer gewesen sein. Da MUSS man doch eigentlich mitbekommen, was Hilary Clinton so die ganze Zeit macht. Ich finde das echt ein bisschen erschreckend! Ich habe mich ja mit dem Gedanken abgefunden, dass manche Amis ja noch nicht einmal wissen wo Deutschland liegt, bzw dass es noch andere Länder außer den USA auf der Erde gibt. Aber das ist einfach nur traurig! Ich hoffe, dass Laura nur ein Einzelfall war!

Aber um den Beitrag mit etwas Witzigem abzuschließen: wir haben über die Atombombe geredet und wie die Menschen damals im "Zeitalter der Bombe" mit ihren Sorgen und Ängsten umgegangen sind. Die Regierung hat mit verschiedenen Aufklärungsfilmen versucht, den Menschen ein Gefühl von Sicherheit zu geben und dass man auch selbst etwas für den Schutz machen kann. Der folgende FIlm ist für Kinder gemacht, also ziemlich einfach zu verstehen. Ich sag nur: when the atomic bomb comes, don't forget to duck and cover!!!
(beste Szene ab Minute 6:05, wenn die Kinder sich "schützen").

Enjoy :-)

Sonntag, 15. November 2009

American Television

Ich liebe dieses Land, aber manche Sachen sind einfach echt übertrieben und dadurch schon irgendwie wieder lustig. Dieser Post widmet sich deshalb dem amerikanischen Fernsehprogramm.

Gestern habe ich einen faulen Tag eingelegt, da man sich bei dieser Affenkälte im Gebäude eh nur unter der Decke wohlfühlt. Und da eh fast keiner im Global Village da war, habe ich es mir mit meiner Decke auf dem Sofa gemütlich gemacht :-)

Es gibt - wenn man stolzer Besitzer des Cable TV Angebots ist - zig tausend Sender und darunter auch ganz viele Regionalsender. Auf solchen Regionalsendern läuft dann wie bei uns meistens irgendein Kochprogramm mit Köchen aus der Region oder es werden Gottesdienste von umliegenden Kirchen übertragen....eigentlich nichts Unspektakuläres. Aber gestern bin ich beim zappen über einen Sender gestolpert, der 24 Stunden lang den Highway zwischen Kenosha und Milwaukee filmt.....................................und eine nervtötende Computerstimme sagt dann immer: "20 minutes from xxx street to Milwaukee." Hier sind mal ein paar Bilder:

Das ist das erste Absurdum des amerikanischen TV Programms.
Dann habe ich ja ziemlich viele Serien, die ich hier anschauen, wie z.B. Grey's Anatomy, Private Practice, CSI:Miami, Three Rivers und seit Neuestem flashworward mit Joseph Fiennes (um Bild zu sehen auf den Namen klicken....wegen Urheberrecht werde ich es hier nicht veröffentlichen) Schon wegen IHM lohnt es sich diese Serie anzuschauen...HOT HOT HOT :D Aber keine Angst, McDreamy hat er noch nicht von meiner "Schmacht"-Liste gekickt ;-)
Worauf ich aber eigentlich hinauswollte sind die Werbepausen. Wer sich über die vielen Werbepausen in Deutschland aufregt, wird sich hier dumm und dämlich ärgern. Es kommt - ungelogen - alle 5 Minuten eine Werbeunterbrechung. Natürlich sind diese Pausen dann nicht so lange (man muss sich also auf dem Klo beeilen^^) aber trotzdem ist das total nervig! Und das witzige ist, dass es auch hier wieder für jede Region eine andere Werbung gibt. Hier kommt z.B. ganz oft Werbung von einem Möbelgeschäft in Kenosha. Und in Massachusetts kam ganz oft Werbung von einem Muesum in Amherst. Auch ganz witzig und wahrscheinlich affig teuer, solche individuellen Werbespots zu drehen. Und selbst wenn man die Serien im Internet anschaut (ganz legal auf den Seiten des Senders!!), dann kommt auch da Werbung mit den regionalen Attraktionen.

Und sonst kommt eigentlich der gleiche Schrott wie in Deutschland. Ok, Bauer sucht Frau gibt es nicht, das ist allein deutscher Schrott ;-) Abends werden die Filme auch gerne 2 Mal hintereinander gezeigt, falls jemand den Anfang nicht mitbekommt. Total unsinnig, aber darüber reg ich mich jetzt nicht auf!!

Aber Hauptsache ich kann meine Serien anschauen.....dann bin ich glücklich :-) Und in 3 Stunden kommt auch schon wieder Three Rivers mit dem attraktiven Alex O'Loughlin als Hauptdarsteller!! Wie ihr seht schau ich die Serien nur wegen den hot actors an...und damit die Top 3 meiner 'Schmacht'-Liste komplett vertreten ist, hier noch McDreamy, meine Nr.1!!

*SCHMACHT* :D

Freitag, 13. November 2009

Challenges

Ihr habt ja sicher schon durch die Blume oder auch etwas offensichtlicher mitbekommen, dass mich diese roommate Situation im Moment gerade ziemlich ankotzt, um es mal auf Deutsch auszudrücken. Seit Neuestem singt sie Abends immer chinesische Lieder......ich weiß, das ist eine Kleinigkeit, aber trotzdem nervt es mich total. Und dann stört es mich auch total wie sie trinkt.....ich weiß, das ist völlig bekloppt, aber wenn man einen Grund sucht um etwas nicht zu mögen, dann hält man sich an solchen Kleinigkeiten fest! Oh man, vielleicht liegt es wirklich nur an den kulturellen Unterschieden, aber ich bin froh, wenn dieser Abschnitt in meinem Leben in 5 Wochen rum ist!!!!!
Ob es mit einem Amerikaner besser gewesen wäre - keine Ahnung. Caro ist ja auch nicht gerade zufrieden mit ihrem roommate, aber vielleicht liegt es auch nur daran, dass wir beide eben manchmal unsere Ruhe brauchen und alleine sein wollen. Ich finde es eben nur von der Uni im Allgemeinen doof, dass sie mir kein amerikanisches roommate zugeteilt haben. Ich bin von den international students die Einzige, die mit einem anderen international student zusammen wohnt. Ich habs mal wieder erwischt....
Es bleibt zu hoffen, dass die UW Parkside beim nächsten Mal schlauer ist und jeden international student mit einem amerikanischen student zusammenbringt.

Shopping

Was macht man bzw frau Mitte November, wenn es täglich kälter und ungemütlicher wird?
Richtig, SOMMERKLAMOTTEN kaufen :D

Ich war eben mit Luke, Jenna und Briane bei Target und da sind im Moment die Sommersachen im Angebot. Ich hab mich aber echt zurückgehalten und nur ein Paar Schuhe und eine Schlafanzughose gekauft:
Ausgegeben: 13 Dollar für die Schuhe und 2 Dollar für die Hose!

Damit ihr aber auch seht, dass ich mich für den Winter ausrüste, hier Bilder von meinen Wintersachen, die ich vor 2 Wochen zusammen mit Caro in der Mall gekauft habe. Schuhe von North Face und Jacke und Schneehose von Columbia. Insgesamt hab ich so um die 220 Dollar ausgegeben. Umgerechnet in Euro sind es ca. 150 Euro. Nie im Leben wäre ich in Deutschland so billig davongekommen.......solche Outlet Malls sind schon was Tolles :-)

Man beachte die Farbe der Jacke ;-) Aber zu meiner Verteidigung muss ich sagen, dass es altrosa ist und kein richtiges rosa!!! Jetzt muss ich nur noch passende Handschuhe, Schal und Mütze finden und dann kann der Winter sowohl hier als auch in Massachusetts kommen!!

Liebe Grüße
Jessy